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Wie alte Bücher die Rente finanzieren – Teil 1

Von Sebastian

Inhalt des Artikels

  • Post-Taschenbuch-Era oder doch Evergreen?
  • Was mit den alten Büchern machen?
  • Gebündelt oder einzeln Verkaufen?
  • Die Vor- und Nachteile der Buch-Einkäufer.

Dieser Artikel ist ein Teil der „33 Möglichkeiten nebenbei Geld zu verdienen“.

Ich liebe Bücher.

Diese fremden Phantasie-Welten gleich nebenan im Regal geordnet.
Diese mannigfaltigen Wissens-Oasen nur einen Handgriff entfernt.

Deswegen habe ich so viele.

Nicht dass ich sie alle gelesen oder von Anfang bis Ende durchgearbeitet habe.
Nein, ca. 40% warten noch drauf, mich in sich eintauchen zu lassen.

Was ich jedoch zu 100% mit ihnen gemacht habe, ist sie Treppe rauf und runter zu tragen.
So ein Umzug kann schon mal anstrengend sein.
Vor allem wenn Du 25 Bananen-Kisten voller Bücher schleppen musst!

Doch nicht sie zu schleppen.

Broken-KindleDas war ein Grund für mich auf ein eBook Reader umzusteigen.
Eine volle Bibliothek immer und überall dabei haben zu können ist schon toll.
Zumindest so lange wie es Strom gibt. Bzw. man sich nicht draufsetzt.

Denn einen gravierenden Nachteil hat so ein Gerät: Man kann damit kein Bett vorm Zusammenkrachen bewahren!

Doch was nun mit den Staubfängern anfangen? Denn nochmal anpacken werde ich sie wohl nur aus sentimentalen Gründen.

Sie sind alle auf dem Kindel bzw. dem iPhone und will ich etwas nachschlagen, so ist es schnell mit der Suchfunktion gefunden.

Und das Beste: Ich kann Sie mir diesmal sogar vorlesen lassen! Wie das geht, habe ich bereits im Artikel Text to Speech – Vorleseautomat gegen den Zeit-M-Angel beschrieben.

Doch die Frage bleibt: Was mache ich nun mit den Büchern, die nicht unbedingt bleiben müssen?

Also verkaufen!

Die Möglichkeiten hierfür sind zahlreich.

Manche Lukrativer als andere, dafür Umständlicher und Langwieriger.

Die, die ich voll getestet habe, werde ich im Folgenden beschreiben.

Du erfährst im zweiten Teil ebenfalls, wie Du dauerhaft und ohne Deine Bibliothek zu dezimieren, leicht und schnell Geld verdienen kannst.

Bei eBay, Amazon & Co.

Die bekanntesten Plattformen für den Verkauf, sind wohl eBay und Amazon.

Hier obliegt ganz alleine Dir, wie viel Du für Deine Bücher haben möchtest.

Ob Du den Preis bekommst, hängt von der Nachfrage und Deiner Ausdauer ab.

Wenn Du mehrere Monate bis Jahre warten kannst, ist alles irgendwann mal an den Mann gebracht.

Soll es hingegen schnell gehen, wirst Du Deine Schätze wohl verramschen müssen.

Die Unterschiede zwischen den beiden Plattformen sind enorm.

Wo Du bei eBay privat verkaufen kannst, verlangt Amazon einen Gewerbeschein.

Dafür kannst Du Dich bei Amazon an bestehende Angebote dranhängen und somit von bestehenden Beschreibung und abgegebenen Rezensionen profitieren.

Bei eBay hast Du zwar mehr Freiheiten, jedoch auch mehr Arbeit. Von Bildern angefangen, über die Beschreibung, bis hin zu der richtigen Kategorisierung, alles musst Du selber machen.

Eine weitere Plattform ist booklooker.de
Wie bei eBay auch, kann man dort sowohl privat wie auch gewerblich verkaufen.
Diese Plattform beschränkt sich jedoch auf Bücher, Hörbücher, Filme, Musik und Spiele. Und es wird ausschließlich zum Festpreis verkauft.
Auktionen sind nicht möglich.

Wie ich so ein Verkauf auf solchen Platformen organisiere, liest Du im zweiten Teil.

Einfach und schnell en gros Verkaufen

Wer die ganze Arbeit scheut und schnell Geld haben will, kann seine Bücher an Wiederverkäufer senden.
Solche kann man schnell im Internet finden. Einige sind:

Bei allen musst Du NUR die ISBN-Nummer oder den Strichcode eingeben und das Buch finden lassen.
Es wird Dir sofort der Einkaufspreis mitgeteilt, den Du für das Buch erhalten könntest.
Ja könntest!
Denn die Bücher müssen sich weiterverkaufen können.
Sind sie beschädigt oder beschriftet, wird es wohl kaum einer haben wollen.
Deswegen werden alle eingesendeten Bücher noch kontrolliert, ob sie den Einkaufsbedingungen des jeweiligen Einkäufers entsprechen.

Die Einsendung ist in der Regel kostenlos für Dich.
Teilweise kannst Du das Paket auch bei Dir zuhause abholen lassen.

Selbstverständlich wird keiner ein Buch für einen Euro bei Dir kostenlos abholen lassen. Deswegen muss ein Mindestwert erreicht werden.
In der Regel fängt es bei 10 Euro an.

Wer zahlt mehr?

Hast Du jetzt 100 Bücher, die Du lost werden möchtest, kannst Du dazu sowohl den PC/Mac oder Dein Smartphone benutzen.
Das Endgerät ist also egal.
Was unbedingt notwendig ist, sind ein Browser und Internetverbindung.

Selbstverständlich willst Du den besten Preis erzielen. Dazu kommst Du um das Vergleichen nicht umher.

So müsstest Du die 100 Bücher bei den aufgeführten 10 Anbietern eingeben!

Wer Langeweile hat und flink mit dem Ziffernblock seiner Tastatur ist, wird da seinen Spaß bei haben. Ich zähle jedoch zu den Faulen und suchte mir dazu einen Dienst, der das für mich erledigt.

Werzahltmehr.de GbR bietet sowas kostenlos an.
Alles was man dazu machen muss, ist eine Liste mit den Büchern anzulegen und die Anfrage startet.

Eintippen oder Scannen?

Auch wenn ich jetzt nur noch ein mal 100 ISBN-Nummern eingeben muss, dauert mir das immer noch zu lange.

Deswegen ist das Smartphone mein liebster Freund.

Die oben erwähnten Bucheinkäufer stellen in der Regel Apps zur Verfügung, die Du auf Dein Smartphone kostenlos installieren und die eingebaute Kamera zum Strichcode einscannen benutzen kannst.

Das spart unheimlich viel Zeit!

Naja, wenn es funktioniert.
Denn je nach Anbieter funktioniert es unterschiedlich gut.

Wenn auch ich die Idee hinter Werzahltmehr.de toll finde, an der App müssen die noch so einiges tun.
Das Einscannen ist zum Beispiel suboptimal gelöst. Und genau das ist der Teil, der am wichtigsten ist.

Nichtsdestotrotz, um den besten Einkäufer zu ermitteln, nutze ich deren Dienst und übersehe geflissentlich die mangelhafte Usability der App.

Einmal alles eingegeben kann man die Auswertung am Rechner starten.

Und das ist auch ein Manko.
Die App kann nur einzelne Bücher auswerten.
Die Liste der Bücher funktioniert nur am Rechner. Zumindest zu dem Zeitpunkt, als ich sie getestet habe.

Kann gut möglich sein, dass jetzt wo Du es hier liest, diese Funktion bereits integriert wurde. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Nach dem alle Einkäufer abgefragt wurden, bekommst Du die Auswertung angezeigt.
Du wirst sofort die Unterschiede erkennen.
Manche zahlen mehr für einzelne Bücher, nehmen dafür nicht alle ihnen angebotene an.
So kann es sein, dass Du für ein Buch 5 Euro Angeboten bekommst, sonst jedoch kein anderes Buch gekauft werden wird.
Ein anderer Einkäufer wiederum bietet Dir für dasselbe Buch nur 1 Euro, nimmt hingegen jedoch alle anderen Bücher an.

Zwei im Endfinale

Nach ausgiebigen Testen haben sich zwei Anbieter raus kristallisiert.

Momox und reBuy sind hier die Besten, da sie die Meisten der ihnen angebotenen Bücher einkaufen wollten und die besten Abwicklung anbieten.

Doch da ich ein Buch nur einmal verkaufen kann, schaute ich mir die Beiden nochmal besonders genau an.

Beide Unternehmen bieten, sowohl für das iPhone wie für die Android Handys, eine hochwertige App an.

reBuy

reBuy-StartDa reBuy die App sowohl zum Verkaufen wie auch Einkaufen benutzt, musst Du dort erst auswählen, ob Du selber Einkaufen oder Verkaufen möchtest.

Nach der Auswahl wird auf die Kamera zugegriffen, um den Barcode einzuscannen.
Und hier offenbart sich die erste Schwäche dieser App!

reBuy-ScanSind die Lichtverhältnisse nicht optimal, oder die Kamera nicht scharfstellen möchte, wäre das Einschalten der integrierten Taschenlampe vom Vorteil.

Dies ist jedoch über die App nicht möglich, was das Einscannen deutlich erschwert.

Ein zweiter Nachteil kommt beim Eintippen zur Tage.

Da das Licht nicht ausreicht, um den Barcode einzuscannen, kann man es ja manuell eintragen.

reBuy-TastaturLeider wird hier die normale Tastatur geöffnet, wohingegen ein Zahlenblock mit großen Buttons deutlich komfortabler wäre.

Auch wenn reBuy die meisten der ihm angebotenen Bücher annimmt, sind viele davon mit nur einem Cent bewertet!

So nach dem Motto: „Komm, weil Du’s bist…“. Das kann mitunter bitter sein.

Jetzt könnte man halt 1000 Bücher sammeln um auf die 10€ Mindestwert zu kommen.
Doch hier macht uns das Unternehmen ein Strich durch die Rechnung.
Kommt man bei 25 Büchern nicht auf den Mindestabnahmewert, wird kein weiteres „komm, gib her“ Buch angenommen.

Und wenn Du Dich gerade fragst: “woher soll ich 1000 Bücher herbekommen? Ich habe schon Probleme 100 zusammen zu kratzen!” habe ich eine gute Nachricht für Dich!
Diese wirst Du im zweiten Teil erfahren, wo ich Dir beschreibe wie ich an fünf Tagen €337,52 mit gebrauchten Büchern gemacht habe.

momox

momox-StartMomox mach das ein bisschen anders.

Die App ist ebenfalls auf dem neusten Stand und bietet eine komfortable Bedienung an.

Da sie nur zum Einkaufen verwendet werden kann, wird sofort nach dem Starten auf die Kamera zugegriffen.

Hier scheint sich der Entwickler viele Gedanken zur Bedienfreundlichkeit gemacht zu haben.
Denn alles was Du für eine zügige Abwicklung benötigst, wird Dir sofort angezeigt.

Man sieht nicht nur auf einen Blick, wie viele Bücher bereits angenommen wurden, sondern ebenfalls welcher Betrag benötig wird, damit der Verkauf abgeschlossen werden kann.

momox-TastaturAußerdem kann hier die Taschenlampe ein- und ausgeschaltet werden.

Was jetzt so profan klingen mag, stellt sich bei häufigen Benutzung als äußerst nützliche Funktion heraus.

Trägt das Buch kein Strichcode, sondern nur eine ISBN-Nummer, kann man sie einfach eingeben.

Und im Gegensatz zur reBuy, wird hier ein Ziffernblock, mit den manchmal benötigten X, geöffnet.

Wie reBuy nimmt momox die meisten ihm angebotenen Bücher an.

Aber auch hier wird nach dem Motto „Komm, weil Du’s bist…“ Gehandelt.
Wo reBuy Dir 1 Cent anbietet, gibt Dir momox gleich 15 Cent!

Jetzt könnte man sich die Hände reiben und 67 Bücher für 15 Cent anbieten, um auf den Mindesteinkaufswert zu kommen.
Doch auch momox zieht hier eine Grenze.

Nach einer Nachfrage teilte mir ein momox Mitarbeiter mit, dass 55% der Bücher 15 Cent Bücher sein dürfen.

Wie Du auch diese Beschränkung ein wenig strecken kannst, erfährst Du im zweiten Teil.

Fazit

Nach langen Testen, Rezensionen lesen und Ausprobieren, habe ich mich für den Anbieter momox entschieden.

Auch wenn im Internet viele negative Stimmen zu lesen sind, kann ich überwiegend Gutes von dem Ablauf berichten.

Natürlich ist es bitter, wenn das Buch, dass früher neu 80€ gekostet hat, jetzt nur noch für 15 Cent angenommen wird, um dann am Schluss noch nicht mal den Abnahmebedingungen zu entsprechen. Aber vor allem bei Sachbüchern muss man mit solchem Wertverfall rechnen.

Und man hat ja immer noch die Möglichkeit solche Bücher bei eBay & Co. einzustellen, wo unter Umständen mehr für eingenommen wird.

Beide Apps funktionieren schnell und einfach.

Der Versand bzw. die Abholung ist problemlos.

Man hat die Möglichkeit bis zu fünf Pakete zu versenden/abholen lassen.
Dabei kann man auswählen ob man Hermes oder DHL zum Versenden bevorzugt.

Ein Tipp: Hat man eine Packstation in der Nähe, ist man bei dem Versenden äußerst flexibel.

Sollte doch etwas nicht funktionieren, kann man werktags die kostenlose Hotline anrufen.
Bis jetzt wurden alle Probleme zu meiner vollen Zufriedenheit gelöst.

Also nicht gleich aufregen. Für alles gibt es eine Lösung!

Und sollten Deine heißgeliebten Bücher doch nicht angenommen worden sein, kannst Du sie Dir kostenpflichtig zurücksenden lassen.

Mit dem Geld, dass Du für Deine Bücher bekommen hast, kannst Du Dir jetzt was Schönes kaufen, oder gleich in die Altersvorsorge investieren. Welche Möglichkeiten Dir da zu Verfügung stehen und wie das funktioniert, werde ich in einem anderen Beitrag beschreiben.

1. Ausmisten

Wie oft wirst Du das Buch nochmal lesen?
Ist es von so einem Sentimentelen Wert, dass Du es unbedingt behalten musst?
Wenn nicht, Verkaufen!

2. Den Vertriebsweg wählen

Hast Du Platz und Zeit oder muss es schnell gehen?
Ist Dir Bequemlichkeit oder Profit wichtiger?
Wehle jetzt die Verkaufsplattform!

3. Hilfsmittel organisieren

Du hast Dich für einen Weg entschieden.
Jetzt organisierst Du Dir die benötigen Materialien!

Jetzt anfangen!

Und den zweiten Teil, wie ich in nur 5 Tagen 337,52 Euro gemacht habe, Lesen!

Quellennachweiß

  1. reBuy.de
  2. momox.de
  3. Buchmaxe.de
  4. Mehrwegbuch.de
  5. zoxs.de
  6. Studibuch.de
  7. Medifanten.de
  8. Smart-Deal
  9. sellorado.de
  10. buchlando-buchankauf.de
  11. Werzahltmehr.de
  12. booklooker.de

Bilder: Pexels.com

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