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Finanzcheck schenk Dir 116,85 EUR – Oder doch nicht?

Von Sebastian


Inhalt des Artikels

  • Negativzinsen bei Krediten
  • Vergleichsportal für Kredite
  • Geld für Deine Daten
  • Finanzieller Striptease

Update 16.03.2020:
Smava, eine Firma die ebenfalls  Kredite vermittelt, vermittelt diesmal ein Kredit und schenkt Dir 13% von 1000€?

Mit anderen Worten: für eine finanzielle Durchläuchtung, erhälst Du 84,21€. Vielleicht.

Morgenroutine

22.04.2019
Das erste was ich morgens sehe, ist mein Handy.

Genaugenommen der Wecker darin, der meinen Schlaf überwacht und mich genau dann weckt, wenn ich aus der REM-Phase raus bin. Das soll ein sanfter Start in den Tag ermöglichen.

Klar kann man auch mit einer kalten Wasserdusche erwachen, die Laune ist aber dahin. Dauerhaft.

Das zweite was ich dann sehe, sind die Nachrichten. Ich weiß nicht, ob das eine gute Strategie von mir ist, würde ich es aber nicht so handhaben, würde mir wohl diese Nachricht entgehen:

[speaker-voice name=”de-DE-Wavenet-A”]Finanzcheck verhelft Dir zur 1000€, von denen Du nur 883,15€ zurückzahlen muss! Im Klartext, Du bekommst 116,85€ geschenkt![/speaker-voice]

Wenn das nicht ein Grund ist wach zu werden, weiß ich auch nicht. Also ab in die Küche, Kaffeemaschine an und den Laptop aufgeklappt.

Mal schauen wo da der Hacken ist.

Was ist Finanzcheck?

Als Erstes wollte ich wissen, wer sich hinter diesem ungewöhnlichen Angebot verbirgt.

Finanzcheck.de hatte ich schon mal gehört, wenn nicht schon mal benutzt. Neben Check24.de ist das ein Vergleichsportal, auf dem Kredite und andere Finanzierungsmöglichkeiten verglichen werden.

Also im Grunde eine Versicherungsmaklerin.

Doch ist Finanzcheck der Kreditgeber? Genaueres habe ich nicht finden können, außer, dass das Geld von der Fidor Bank auf das angegebene Girokonto überwiesen wird.
Soll mir recht sein. Solange ich über hundert Euro geschenkt bekomme….

Wo ist der Hacken?

Doch es lässt mich nicht los.

Es muss ein Hacken geben. Also suche ich weiter. Und ich wurde auch fündig. Vorausgesetzt man sieht es wirklich als Hacken.

Um ein Kredit zu erhalten, muss man ja bekanntlich die Finanziellen-Hosen runterlassen. Und genau das musst Du hier auch tun!

Du wirst nicht nur aufgefordert, Dein derzeitiges Netto-Gehalt anzugeben, sondern auch Deine laufenden Kosten, wie Miete, Lebensversicherungen, Kredite und andere Ausgaben.

Außerdem wird Deinen derzeitigen Arbeitgebern abgefragt, und solltest Du in der letzten Zeit Deine Arbeitsstätte gewechselt haben, wird auch der vorherige Brötchengeber abgefragt.

Somit gibst Du eine Menge von Dir preis. Daten, die es dem Unternehmen helfen Dich besser analysieren zu können.

Wenn das alles wäre, könnte man noch müde abwinken.
Doch Du wirst aufgefordert den Zugang zu Deinem Konto zu geben, damit man eine komplette Analyse Deiner finanziellen Situation erstellen kann!

Also ALLES!
Wo und wann Du Online einkaufst.
Welche Abos Du hast.
Ob Du mit Kreditkarte oder EC-Karte bezahlst.
Buchstäblich ALLES!

Nicht würdig!

Würde das nicht bereits von Focus.de und Chip.de thematisiert worden sein, wäre an diesem Punkt Schluss. Aber es lies mich nicht los. So habe ich mich durchgerungen diesen „Kontoblick“ zu Gewehren. Natürlich erst nachdem ich die Datenschutzbestimmungen sowie die erweiterten Bestimmungen durchgelesen habe.

Im Grunde nichts Außergewöhnliches. Man wird kategorisiert und für weitere Werbemaßnahmen eingestuft. Also klickte ich auf Weiter und musste kräftig lachen!

„…leider kann Ihnen auf Basis Ihrer eingegebenen Daten derzeit keine Bank aus unserem Kreditvergleich ein Kreditangebot unterbreiten. Mit der Hinzunahme eines 2. Kreditnehmers erhöhen Sie Ihre Annahmewahrscheinlichkeit bei den Banken.“

Na, ich bin schon gespannt, welche Werbung mir jetzt ins Haus flattert.
Zum Glück brauche ich kein Kredit und die eMail-Adresse wurde extra für dieses Experiment angelegt.

Somit überlege Dir gut wem Du Deine Finanzen offen legst!

An sich ist das kein schlechtes Angebot. Vorausgesetzt man geht pfleglich mit Deinen Daten um. Aber davon gehen wir mal aus!

Quellennachweiß

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