Home Allgemein “Jetzt warte ich nur noch auf den Tod”

“Jetzt warte ich nur noch auf den Tod”

Von Sebastian

Als ich heute einen Artikel über eine Rentnerin gelesen habe, machte es mich ganz betroffen.

Alles was der alten Dame geblieben ist, sind die schönen Erinnerungen, die zahlreich ihre Wände schmücken. Das ist das Schöne in ihrem Leben.

Das und ihre Listen.

Listen von Lieblingswitzen, Listen von Lieblingsmenschen und Listen von Freunden.
Obwohl diese mich besonders betroffen macht. Denn die meisten Namen ihrer Freunde sind bereits durchgestrichen.

Auf die Zukunft kann sie sich nicht freuen. Sie ist genauso tristlos wie die Gegenwart.

Das Leben findet außerhalb der vier Wände statt, an dem sie nur noch als Zuschauerin teilnimmt.

Oft macht es sie so traurig, dass sie stundenlang weinen muss.

Auch ihre drei Kinder, die sie jeweils einmal in der Woche besuchen, sind genau das: Besucher.
Nehmen nicht mehr an ihrem Leben teil.
Die meiste Zeit ist sie alleine.

Als sie in den Altersheim muss, vergleicht sie ihn mit einem „Stasi-Gefängnis“.

In das Todeshaus abgeschoben, wo sie nur noch das machen kann: auf den Tod warten.

 

Keine Seltenheit.

Die Geschichte, die Jasmin Schreiber in ihrem Blog „Sterben üben“ publizierte, beschreibt das alltägliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Ob in Einrichtungen für ältere Menschen, Krankenhäusern oder in ihren vier Wänden, der Mensch wurde auf eine Zahl degradiert: den Betrag, der auf dem Konto zu finden ist.

Rentner, die sich kein Altersgerechte-Wohnung leisten können, werden zuhause gepflegt.
Die ambulanten Krankenpfleger haben dabei weniger Zeit für ihre Patienten als für ihre Berichte, die sie nach jedem Besuch ausfüllen müssen.

Im Krankenhaus herrscht ein ewiger Personalmangel, der in überarbeiteten Krankenschwestern und Pflegern und vernachlässigten Patienten resultiert.

Und in den Altersheimen bestehen nicht weniger desaströse Verhältnisse, wie man in dem Buch „Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen“ von Markus Breitscheidel (Provisions Link) nachlesen kann.

 

Suizid als der Einzige Ausweg.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention nehmen sich jährlich rund 10.000 Menschen das Leben.
35% davon sind Menschen im Rentenalter. Tendenz steigend.

Als eins der Gründe wird die zunehmende Vereinsamung genannt.

Wenn man nur noch als Zaungast am Leben teilnehmen kann, ist das auch kein Wunder.

In einer Gesellschaft, in der man der Arbeit hinterherreisen muss.
Wo der Staat die Aufgabe der Familien übernommen jedoch nicht erfüllt hat.
In solchen Verhältnissen ist die zunehmende Vereinsamung das Resultat.

Und die wenigen Mutigen, die sich das Leben nehmen, sind die Ausnahme.

Mut ist hier nicht das richtige Wort. Doch sie feige zu nennen, würde von dem Verbrechen ablenken.

Kurioserweise sagt mir jeder, mit dem ich mich über die Verwahrlosung und die Behandlung der alten Menschen unterhalte, dass sie lieber sterben würden, als in solchen Verhältnissen zu leben.

Es wurde wild spekuliert, als sich genau in der Gruppe ein Suizidversuch ereignete.
Statt zuzugeben, dass sich der alte Mann mit einem Rohreiniger das Leben nehmen wollte, und dass die Vereinsamung ihn dazu getrieben hat, wurde über sein Geisteszustand debattiert.

Als er Wochen später an seinen Verletzungen verstarb, nahm das Leben seinen gewohnten Lauf, ohne dass sich die hinterbliebenen über die Gründe Gedanken machen wollten.

Dabei muss man sagen, dass er glücklicherweise verstarb. Denn nach einem Selbstmord Versuch wird der Psychiater eingeschaltet, was oft in einer Anstalt endet.

Wer gesehen hat, welche Verhältnisse dort herrschen können, wird meine unpopuläre Meinung dazu verstehen.

Doch auch wenn die Zahl der Suizide groß ist, ist die Zahl der Menschen, die still leiden um vielfaches größer.

Genau wie Renate warten sie auf den Tod, der durch moderne Medizin und dem lukrativen Geschäft mit den Kranken, in die Länge gezogen wird.

 

Der Ausweg muss Jahre zuvor geöffnet werden.


Damit man selbst nicht in solchen Verhältnissen endet, ist der selbständige und verantwortliche Umgang mit seinen Finanzen zwingend notwendig.

Dass sich der Gesetzgeber nicht um Dich kümmert, solltest Du mittlerweile begriffen haben.

Ob es sich um das hochgehaltene Grundgesetz mit der dort definierten Menschenwürde oder die jahrelang angepriesene Rente handelt, wer die Verantwortung anderen übergibt, muss das nehmen, was noch übrigbleibt. Und das wird von Mal zu Mal weniger.

Bodo Schäfer beschreibt in seinem Buch „Rente oder Wohlstand“* einige Wege aus diesem Dilemma. Aber auch Robert T. Kiyosaki in „Rich Dad Poor Dad“* zeigt Auswege, die genommen werden können. Übrigens, alle Amazon Prime Kunden * können zur Zeit das Buch von Robert T. Kiyosaki kostenlos lesen!

So auf das Alter vorbereitet kann man sich nicht nur eine Vollzeit Tagespflege leisten, man ist geselliger und kann aus seinen vier Wänden ausbrechen.

Denn nur die Jugend kann ohne Geld auskommen. Das Alter braucht es hingegen!

Rente oder Wohlstand

Quellennachweiß

1. Suizid der Rentner

2. Lukrative Geschätf mit dem Tod

Bilder: Pexels.com

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