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Trotz Zeitmangel – Mehr aus dem Tag rausholen

Von Sebastian

Inhalt des Artikels

  • Zeitmangel durch Zeit-Fresser. Identifizieren und beseitigen.
  • Schlechte gegen gute Rituale austauschen.
  • Zeitmangel durch Technik beseitigen.
  • Lösungen von Könnern übernehmen.

Zeitmangel schon bevor der Wecker klingelt

Kennst Du das auch?

Morgens schnell in die Klamotten steigen. Schnell die Stulle mit dem Kaffee runterspülen. Bloß nicht trudeln, der Bus wartet nicht.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind wieder mal restlos überfüllt. Kein Platz sich zu setzen oder gar die Zeitung aufzuschlagen. Also stehst Du da. In der einen Hand Deine Tasche in der anderen die Straßenbahn.

Diese Zeit zur Arbeit ist verschwendet. Nicht nur, dass sie Dir keiner bezahlt, sie nervt auch ungemein. Chronisch unter Zeitmangel leidend, ist diese tägliche Hin und Rückfahrt doch der reinste Hohn.

Und wenn Du zu den zwei Drittel deutschen Berufspendlern [1] gehörst, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, sind die Aussichten nicht viel besser.

Nicht dass Du während der Fahrt produktiv sein könntest. Nein, der Stau zerrt an Deinen Nerven und das, obwohl Du wieder früher losgefahren bist. Das haben sich heute wohl die restlichen Bruttosozialprodukt-Erbringer auch gedacht, als sie versuchten dem Stau zu entkommen.

Also heißt es wieder: im Schritttempo die Schnellstraße runter rollen.

Naturgesetz

Es scheint ein Naturgesetz zu sein.

Der erste in Serie gebaute Benz fuhr nicht schneller als 16Km/h.
Heute, scheint es mir, können die Autos immer noch nicht schneller fahren.
Zumindest dann, wenn ich zu bzw. von der Arbeit fahre.

Das war schon so in den Jugendjahren.
Da hatte man Zeit aber kein Geld, um all die schönen Dinge zu tun.
Heute hätte man zwar das Geld, aber nicht mehr die Zeit sie zu tun.

Ein verflixtes Naturgesetz.

Multitasking auch als Mann

Diese Zeit, die man mit geistlosen und doch notwendigen Tätigkeiten verbringt, ist immens. Diese mit was Anspruchsvollen zu kombinieren, würde einem neue Möglichkeiten eröffnen und die verlorene Zeit zurückgeben.

Wie oft hast Du Dich über den Stau geärgert oder keine Lust auf die überfällige Hausarbeit gehabt?
Das Buch über die neuen Möglichkeiten mit Bitcons Geld zu verdienen oder die Artikel über die geplante Renten-Reform wollten auch gelesen werden.
Doch mit einer Hand am Lenkrad lässt sich schlecht umblättern.

Da sind die in Silicon Valley fortschrittlicher, wo die Google Mitarbeiter im Bus dank WLAN die Möglichkeit haben schon während der Fahrt zur Arbeit Produktiv zu sein. So sparen die Zeit, die sie später mit spannenderen Aktivitäten verbringen können.

Zumindest die Erkenntnis, dass die Zeit wichtig ist, hat bei uns die Politik erreich.
Selbst Edmund Stoiber plädiert dafür, dass man seinen Flug zeitsparend schon von Münchener Hauptbahnhof starten können sollte.
Lieder ist der Transrapid gescheitert, was jedoch nicht bedeutet, dass wir nicht weiter nach spannenden Lösungen suchen sollten.

Wenn man sich an seine Jugend erinnert, war die Kindheit so Endlos. Man hatte so viel Zeit.

Heute hingegen fühlt es sich wie ein Jetlag an. Nie kommt man mit den Aufgaben hinterher. Nie wird man wirklich fertig und trotzdem ist man es immer irgendwie.

In der gleichen Zeit das doppelte schaffen wäre doch toll. Multitaskingfähig sollte man sein. Vor allem als Mann!

Aber die Zeit, in der man das lernen konnte, ist vorbei. Jetzt läuft man in dem verflixten Hamsterrad den Aufgaben hinterher. Jetzt ist der Tag nicht mehr lang genug.

 

Denkst Du dabei nicht auch:

„Ach hät‘ ich doch in meiner Jugend besser in der Schule aufgepasst. Müsste ich heut‘ nicht dieses Hamsterrad ertragen. Könnte all die schönen Dinge tun, die mir Spaß machen und was bedeuten.“

Aber es geht nicht mehr.

Die Zeit, die Dir täglich zur Verfügung steht, ist begrenzt.
Keiner kann sich mehr davon kaufen.
Keiner mehr erschleichen.
Oder etwa doch?

Nun, das kommt ganz auf die Betrachtungsweise an!

Zeitmangel hängt von dem Was Du Wie und Wann machst!

Rituale oder aber „Die Zeit, die ich mir organisiere“

Das Haupt, das wir so eifrig frisieren, können wir auch manchmal zum Denken benutzen.

Da ich schon länger keine Dauerwelle benötige, fällt dieser Einsatzzweck für mich weg.
Also benutze ich es anderweitig und stelle mir die Frage: Was so wichtig ist, auf das ich nicht verzichten mag?

Ist es das Fernsehen vorm Schlafengehen?
Das radiohören auf dem Weg zur Arbeit.
Oder die Musik beim Joggen?

Jeder hat so seine Rituale, auf die er nicht verzichten kann oder möchte.
Doch alles andere ist entbehrlich.

Man muss dabei nicht so drastisch wie Steve Jobs sein und sich zum Beispiel nur auf eine Art der Blue Jeans und Rollkragenpulli beschränken.
Doch die morgentliche Kleiderwahl, die vor allem Zeit kostet, verkürzt sich dadurch erheblich.
Dies ist auch der Grund, wieso Marc Zuckerberg hauptsächlich graue T-Shirt trägt[2], was er auch auf einer Podiumsdiskussion dem Publikum mitteilte.

Auf etliche Variationen meiner T-Shirt kann ich auch verzichten.
Worauf ich jedoch nicht verzichten kann, sind 8 Stunden Schlaf am Tag.
Mit weniger komme ich nicht klar.
Wenn ich versuche meinen Zeitmangel durch Schlafverkürzung entgegen zu wirken, sinkt meine Produktivität drastisch und ich komme ganz schnell an meine physischen Grenzen.

Dafür brauche ich die Flimmerkiste nicht.
Weswegen ich sie 2005 komplett abgeschafft habe. Und aus blinder Loyalität folgte das Radio dem Fernsehapparat.

Diese „gewonnene“ Zeit kann ich nun auf mannigfaltige Weise verplempern.
Zum einen ist es sich weiter zu bilden, um mit der jüngeren, hungrigen Generation mithalten zu können.
Zum anderen Sport zu machen, was mir zugegebener Weise nicht immer „gelingt“.

Dieses Ritual: Jeden zweiten Tag sich sportlich zu betätigen, versuche ich fest zu etablieren.
Doch in meinem Leben gibt es einige Schweinehunde.
Und einer davon weigert sich standhaft die Sportschuhe anzuziehen.
Ich bin mir sicher, Du weißt, was ich meine.

Ein anderes Ritual ist es in jeder freien Minute Online-Artikel zu „scannen“ und sie zum späterlesen abzuspeichern.

Das mit dem Informationssammeln funktioniert schon mal ganz gut!
Wenn es nicht immer so viel davon gäbe!
Doch wann soll man das alles Lesen?!

Text to Speech

Meine Lösung, ob in der überfüllten Bahn oder der vollen Autobahn, ist es sie mir vorlesen zu lassen.

Ja, wie Hannah Schmitz habe auch ich einen Vorleser.
Dieser ist immer bei mir. Und ich bin mir sicher, dass auch Du Dein Handy (fast) immer dabeihast.

Dieses Gerät, das ich höchstens zur 1% zum Telefonieren benutze. Das schwer mit Podcasts, eBooks und Hörbüchern beladen ist.

Dieses Gerät gibt mir die sonst verlorene Zeit zurück.
So sind die sinnlosen Stunden, die ich zu oder von der Arbeit im zerfließenden Verkehr verbringe, nicht gänzlich verschwendet.

Aber auch Artikeln, die interessant zu sein Scheinen, ich jedoch in diesem Augenblick nicht lesen kann, speichere ich in Pocket, einem Dienst, dass es für den Browser am PC wie auch als App für den Smartphone gibt.
Wie dieser Funktioniert und wie Du ihn optimal für Dich nutzen kannst, liest Du in meinem Artikel Text to Speech – Vorleseautomat gegen den Zeit-M-Angel.

Die bei Pocket abgespeicherten Artikel kann ich mir dann später vornehmen und ggf. Archivieren; oder auch durch die Text to Speech Funktion, vorlesen lassen.

Eine eierlegende Wollmilchsau ist es dennoch nicht. Da ich ein Mann bin und nur eine Sache auf einmal erledigen kann, muss ich manches öfters hören.

Dies gelingt mir jedoch immer besser.
Zum Beispiel klappt das Hören und gleichzeitig Busfahren mittlerweile ganz gut. Und das Ganze ohne, dass ich konzentriert die Haltestellen zählen muss.

So gelangen die Weisheiten der zahlreichen Podcaster direkt zu mir, ohne dass ich verspätet das kalte Abendessen alleine „genießen“ muss, weil ich wiedermal die Endstation erreicht habe.

 

Trotz Zeitmangel – Wiederholen

Aber da sich das Wissen durch Wiederholung festigt, ist das erneute „Lesen“ förderlich. Vor allem wenn es wirklich auf zwei unterschiedlichen Wegen geschieht.
Nein, damit meine ich nicht einmal in der Bahn und das andere Mal auf dem Fahrrad.

Vor allem bei komplexen Themen, die Anleitungen bedürfen, höre ich erst den Inhalt an, um ihn später nochmal „visuell“ durchzuarbeiten.

Der riesen Vorteil dabei ist, dass ich als Erstes erfahre, ob der Artikel, das Buch, das Thema in allgemeinen interessant bzw. meiner Zeit wert ist. Als Zweites kann ich entscheiden, ob das was ich bis dahin erfahren habe, genug ist oder ob ich das Wissen vertiefen und festigen möchte.

Lasse ich mir ein 500 Seiten starkes Buch vorlesen, sind ca. vier bis fünf Stunden vergangen. Würde ich das Buch selber lesen, bräuchte ich eine Woche.

Du siehst also, dass obwohl der Inhalt mehrmals angefasst werden muss, es dennoch für mich ein riesen Zeitersparnis darstellt.

So habe ich ein Fünftel des Buchs auf der täglichen Fahrt zur Arbeit kennengelernt und kann es in der wirklich freien Zeit nochmal durcharbeiten oder verwerfen, wenn das Buch nicht „so der Kracher“ gewesen ist.

Eine Anleitung wie Du Online-Artikel Speichern, Archivieren und Dir vorlesen kannst. Was Du brauchst, um Dir eBooks vorlesen zu lassen. Und wie einfach und preiswert es ist, an Audiobücher zu kommen ist, liest Du in dem Artikel Text to Speech – Vorleseautomat gegen den Zeit-M-Angel.

 

Doch keine Zeit für ein ganzes Buch

Manchmal habe ich jedoch nicht die Zeit mir das Buch aktiv fünf Stunden lang anzuhören. Vor allem bei Tätigkeiten, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen.

Unkonzentriert Fehler begehen und nichts vom Inhalt der Lektüre mitzubekommen hilft also auch nicht.

Eine gute Lösung, die ich für mich entdeckt habe, ist mir Buchzusammenfassungen durchzulesen.

Die Dienste von Blinkist* aus Berlin oder getAbstract* aus der Schweiz, die es natürlich als App für das Smartphone oder E-Reader gibt, erleichtern mir da das Leben.

Den Inhalt der Bücher, die mehreren hundert Seiten umfassen, sind auf einige wenige komprimiert und können innerhalb von 10-15 Minuten verschlungen werden. Einige sind sogar vertont, sodass man auch die beim Autofahren konsumieren kann.
Ja konsumieren, denn von genießen kann da keine Rede sein.

Ein Ersatz für das Originalbuch ist die Zusammenfassung jedoch nicht!
Wohl aber als eine Entscheidungshilfe, ob man die Lebenszeit, die man sonst in die Bücher investieren müsste, wert sind.

Beide Dienste können im vollen Umfang getestet werden, bevor ein Abonnement abgeschlossen wird.

getAbstract
getAbstract
blinkist
blinkist

Online Universität

Doch nicht nur Bücher, Podcast und Online-Artikel bieten ein Quell an Wissen.
Die immer zahlreicheren Online-Kurse und Webinare können leicht auf das Handy gepackt und unterwegs oder bei der (Haus) Arbeit konsumiert werden.

Die renommierte Harvard Universität bietet zum Beispiel zahlreiche kostenlosen Kurse [3] online an.
So kann man sich von einem Wirtschafts-Nobelpreisträger die Strategie erklären lassen, wie man ein erfolgreiches Business startet.

Hier ist jedoch das Problem, dass Du vor Deinem Rechner oder Mobilgerät sitzen musst. Doch das muss nicht immer sein.
Vor allem wenn die Dozenten wieder mal „betreutes Lesen“ praktizieren und Dir die Bullet Points vorlesen, ist das Bild überflüssig. So kannst Du sie getrost in die Tasche stecken und dem Inhalt zuhören.

Wie Du Youtube downloaden oder gar in Audiodatei konvertieren kannst, erfährst Du in meinem Artikel Video als Audio zum Mitnehmen.

Harvard ist jedoch nicht die einzige Quelle für leicht konsumierbares Wissen.
E-Learning Plattformen wie Udemy* oder Udacity, kannst Du eine Menge Inhalt zu den verschiedensten Themen bekommen.

Einige Kurse sind zeitweise kostenlos [4] zu bekommen. Oder aber in „Sparwochen“ deutlich preiswerter zu kaufen.

So profitierst Du von den Erfahrungen anderer, die das Ziel erreicht haben, und die Dir zeigen können, wie auch Du es einfach erreichen kannst.

Harvard Online Learning
Harvard Online Learning
Udemy
Udemy

Fazit

In 4 Punkten, wie Du Deine 24h besser nutzen kannst:

 

  • 1. Zeitfresser identifizieren & beseitigen

    Die Kleinigkeiten, die man mal eben macht.
    Kurz Facebook checken, oder zum „Ausspanen“ Fernsehen.

    Was Dich nicht weiter bringt, aussortieren!

  • 2. Rituale einführen

    Alles, was man jeden Tag macht, ritualisieren.
    Ob es die morgentliche Aufstehroutine ist, mit der anschließenden Garderobewahl, oder die Zubereitung von Essen.

    Wenn man nicht mehr darüber nachdenken muss, spart man Zeit und erhält gleichbleibende Qualität!

  • 3. Technik optimal einsetzen

    Die heutigen Möglichkeiten ausschöpfen.
    Texte während der Spülens vorlesen lassen. Anleitungen beim Rasenmähen anhören.

    Multitasking während man auf Autopilot läuft!

  • 4. Bestehende Lösungswege übernehmen

    Online-Seminare und Lehrgänge verwenden.
    Das Rad ist schon erfunden. Der Weg wurde bereits begangen.

     

    Von Machern und Könnern Lernen!

Quellennachweiß

1. 2/3 Pendler fahren mit dem Auto zur Arbeit

2. Darum trägt Mark Zuckerberg immer ein graues T-Shirt

3. Harvard Universität eLearning Plattform

4. Auflistung der kostenlosen Kurse bei Udemy von t3n

Bilder: Pexels.com

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